Brauchen wir einen Hundeführerschein?

Schon wieder eine Prüfung, mein Hund macht doch alles und in großem und ganzen klappt ja alles. Klappt wirklich alles? In jeder Situation? Bin ich mit meinem Hund schon mal Aufzug gefahren? Oder Zug? Gehe ich mit ihm auch mal in die Stadt, in die Fußgängerzone, trink einen Cafe in einem Straßencafe? Oder habe ich Angst, dass sich mein Hund daneben benimmt? Andere Leute oder Hunde anbellt? Wie reagiert er auf rennende Kinder, Fahrradfahrer, Rollstuhl oder ältere Menschen mit Rollator?

Genau solche Situationen werden in einem Vorbereitungskurs zum Hundeführerschein geübt. Der Nebeneffekt man lernt seinen Hund besser kennen und wird manchmal erstaunt sein, wie souverän der Hund ausgefallene Situationen meistert.

BHV-Hundeführerschein orientiert sich am Alltag des Hundes mit seinem Besitzer. Mit der anschließenden Prüfung beweisen Mensch und Hund, daß sie im Alltag sicher schwierige Situationen meistern können, daß der Besitzer seinen Hund kennt und ihn in der Öffentlichkeit kontrollieren kann  Und auch weiß wo es für den Hund schwierig wird und wie er ihn erfolgreich führen kann.

Hier ein kleiner Auszug von der Web-Seite der BHV(Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen e. V.

„Hundeführerschein

Der BHV-Hundeführerschein wurde entwickelt, um dem Halter die Möglichkeit zur Dokumentation zu geben, dass er seinen Hund im Alltag sicher unter Kontrolle hat und weder andere Menschen noch Hunde gefährdet.

In der Führerscheinprüfung müssen die Hundehalter dies in typischen Alltagssituationen unter Beweis stellen und außerdem Fragen über gesetzliche Regelungen, Lernverhalten und Kommunikation von Hunden, Verhalten des Besitzers in der Öffentlichkeit sowie Gesundheit und Aufzucht von Hunden beantworten.

Der Berufsverband hat den Hundeführerschein in Zusammenarbeit mit führenden deutschen Tier-Verhaltenstherapeuten entwickelt.

Die Bundestierärztekammer empfiehlt den Tierärztekammern der Bundesländer den BHV-Hundeführerschein zum Nachweis der Sachkunde. Auch die Expertenkommission „Der gefährliche Hund“ der tierärztlichen Gesellschaft für Tier-Verhaltenstherapie empfiehlt den BHV-Hundeführerschein als Sachkundenachweis. Der BHV-Hundeführerschein wird bereits in einigen Bundesländern, u. a. in Niedersachsen, als Sachkundenachweis anerkannt. In anderen Bundesländern entscheiden die zuständigen Ortsbehörden über eine Anerkennung.

Die Prüfung für den BHV-Hundeführerschein ist sehr umfangreich. Im praktischen Teil beobachten die Prüfer Hund und Halter in typischen Alltagssituationen – im Café, wenn der Hund unterm Tisch liegt und der Kellner kommt, beim Bummel in der Fußgängerzone und beim Spaziergang ohne Leine im Park. „Der Hund darf seine Umwelt weder gefährden noch belästigen“, betont BHV-Vorsitzender Rainer Schröder. Im Theorie-Teil müssen die Hundebesitzer 40 Fragen zu Hundeverhalten und –erziehung beantworten.

Auch die Besitzer schwieriger, unsicherer Hunde können den Führerschein bestehen, unterstreicht Schröder: „Bedingung ist, dass der Hundehalter durch weitsichtiges Handeln das Verhalten seines Hundes sicher kontrolliert.“

Zur Zeit gibt es in Deutschland 60 Tierärzte, Tierverhaltenstherapeuten und Hundeausbilder, die das Fachwissen und die Erfahrung haben, den BHV-Hundeführerschein abzunehmen.

Der Hundeführerschein wird in einigen Bundesländern als Sachkundenachweis anerkannt, in den anderen Bundesländern liegt er zur Prüfung vor.“

Am Dienstag, den 24. April beginnt unser 3. Vorbereitungskurs „Fit für den Hundeführerschein“. In 10 Trainingseinheiten werden die Hundebesitzer und Hunde zur Prüfungsfähigkeit hingeführt. Im Juli/August findet dann die Prüfung bei einem Prüfer des BHV statt.(Prüfungsgebühr nicht im Kurs enthalten)

Anmeldungen sind für kurzentschlossene noch möglich. Weitere Info’s hier.

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