Mantrailing nur für Rettungshunde?

Beim der Personensuche  im Real Einsatz wird neben den Flächen- und Trümmer Hunden vermehrt auch sogenannte Mantrailer eingesetzt. Seit Jahren wird die Personensuche mit diesem Spezial Hunden immer populärer.

Wenn der letzte Aufenthaltsort der vermissten Person bekannt ist und eindeutige Geruchsproben der vermissten Personen vorhanden sind, macht der Einsatz von diesen Spezial-Hunden Sinn. Diese Hunde werden ausschließlich oder auch ergänzend zu den Flächensuchhunden eingesetzt. Vielfach sucht zuerst der Mantrailer. Und wenn er die Spur verliert, was bei bestimmten Witterungsbedingungen passieren kann, oder die Spur in dichtem Wald endet (es gibt weitere Gründe, wieso ein Hund keine Spur mehr hat), arbeitet dann der Flächensuchhund weiter. Gerade in großen Waldgebieten, kann der Mantrailer die Suchrichtung vorgeben und der Flächenhund arbeitet weiter. Sie können sich sehr gut ergänzen.

Einsatzgebiet des Mantrailers

Bei Suchen in der Stadt und auf den Dörfern, ist der Mantrailer dem Flächenhund vielfach überlegen, da er den Individualgeruch sucht, der Flächenhund den Menschengeruch überhaupt. Der Flächenhund wird jeden Menschen, den er unterwegs trifft anzeigen. Eigentlich ist die Stadt, kleine Dörfer und belebte Wohngebiete der Haupteinsatzort des Mantrailers.

Ausbildung des Einsatz Trailers

Die Ausbildung eines Einsatz Trailer dauert Jahre bis ein Team einsatzfähig ist. Neben der Ausbildung des Hundes, absolviert die Hundeführerin/ der Hundeführer eine sehr umfangreiche Ausbildung, die unter anderem eine Sanitätshelfer-, Funkausbildung und ein Grundwissen an Kynologie , Erste Hilfe am Hund und mehr beinhaltet.

Nur mit einer bestandenen Mantrailing Prüfung darf das Team in Einsatz, was absolut seine Berechtigung hat. Den bei solchen Sucheinsätzen geht es um das Leben und die Gesundheit eines vermißten Menschen. Verschiedene Rettungshundeorgansiationen wie DRK. Maltester, BRH bilden Mantrailer aus.

Mantrailing für den Hobbybereich

Nichts desto trotz, Mantrailing kann im Hobbybereich auch eine spannende und auslastende Beschäftigung“ für aktive Hunde und deren Besitzer sein. Diese Suchart fördert die Beziehung Mensch und Hund, der Hund lernt sich besser zu konzentrieren, sonst kommt er nicht ans Ziel (Mensch gefunden) der Mensch entwickelt mit der Zeit mehr Vertrauen zu seinem Hund, lernt seinen Hund lesen, wann ist er auf der Spur, wann privatisiert er (Hundespuren, Fressen am Wegrand), und vieles mehr. Eine spannende und interessante Art mit Hunden zu arbeiten.

Was sollte der/die Hundebesitzer/in mitbringen

  1. gerne mit seinen Hund aktiv unterwegs sein
  2. Ausdauer und Geduld haben
  3. wetterfest sein
  4. sich auch für andere Hunde als Versteck Person zur Verfügung stellen
  5. bringt sich gerne in eine Kleingruppe ein.

 

Was sollte der Hund mitbringen?

  1. gute Nasen Veranlagung
  2. Menschenfreundlichkeit
  3. Ausdauer und Konzentration

Was brauche ich zum Mantrailing?

  1. Zur Bestätigung sehr gute Leckerli in einer kleinen Dose, oder eine Futtertube.
  2. passendes Geschirr.
  3. Halsband
  4. 5 m Leine für den Anfang, später evtl. länger
  5. 3 l Gefrier- oder Zipptüten, oder zusätzlich ein Glas
  6. Geruchsgegenstände eingetütet, von sich selbst
  7. Sicherheitsweste

Wie wird Hobby Mantrailing ausgebildet?

Das unterscheidet sich im großen und ganzen genau so wie die Hunde für den Realeinsatz; nur ist der Anspruch vielleicht ein anderer.

Meist in Kleingruppen zwischen 3 und 4 Teilnehmern, entweder als Seminar, regelmäßiges Training oder als Kurs.

Regelmäßiges Training ist wichtig um weiter zu kommen,entweder  wöchentlich oder in 14 tägigen Abständen, was  einen schnelleren Lerneffekt hat.

Wie läuft bei uns ein Training ab?

Ein Mensch-Hund-Team sucht eine versteckte Person, meist aus dem Kreis der Teilnehmer. Manchmal auch Gäste.

Anfangs nur kurze Distanzen; mit der 3er Schiene, habe ich bei Anfängern sehr gute Erfahrungen. D.h. der Hund sucht die gleiche Person 3 mal nacheinander, danach wird der Hund ins Auto gebracht, und hat Pause (sehr wichtig). Gerade diese Pausen fördern beim Hund das Lernen.

Nachdem die anderen Teams dran waren, kommt die 2. Runde für den Anfänger Hund. Auch hier wieder mit der 3 er Schiene. Mehrere Trainings nacheinander ist der Ablauf so ähnlich.  Langsam begreift der Hund was er tun soll, dann irgendwann ist der Zeitpunkt, dann kommen neue Sachen hinzu. Schritt für Schritt wird das Training individuell bei jedem Hund aufgebaut.

Nur mit Übung wird man zum Meister!

Nach längerer Übungszeit werden die Distanzen größer, oder die Schwierigkeiten gesteigert.

Der Besitzer lernt zunehmend, die Körpersprache seines Hundes zu verstehen, sein Vertrauen ihn in wächst und die gemeinsamen Erfolge machen sowohl Mensch wie Hund viel Spaß.

Das sind einmal grob ein paar Grundlagen zu Mantrailing. Demnächst mehr in einem der nächsten Blogbeiträge.

 

 

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